Alex Tennigkeit (*1976)

Vita
geboren in Heilbronn
1996 bis 2002 Studium an der Staatlichen Akademie der
Bildenden Künste Karlsruhe bei Silvia Bächli und bei Andreas Slominski
2001/2002 Meisterschülerin bei Andreas Slominski
2012 kuratierte Alex Tennigkeit eine Ausstellung zum Thema Angst
2015 Ausstellungsprojekt R.E.A.L., eine Untersuchung realistischer Tendenzen in
der aktuellen Malerei
Seit 2015 Gründungsmitglied des MalerinnenNetzWerks Berlin-Leipzig
Seit 2021 Teil des Aambulanz-Kollektivs
Alex Tennigkeit lebt und arbeitet in Berlin.
Ausgehend von persönlichen und biografischen Erfahrungen sowie aktuellen und (kunst-)historischen Themen erschafft die Künstlerin „Motiv-Konglomerate“, die sie in künstlerische Fiktionen überführt. Ihre Malerei synthetisiert das Unvereinbare und verschiebt Motive in neue Kontexte, die gewohnte Sichtweisen infrage stellen. Die stellvertretende Situation des Kunstwerks zelebriert den sinnbildlichen Charakter und transformiert Realitätsbezüge in moderne Allegorien. Die Künstlerin interessiert sich für symbolisch aufgeladene Motive und deren Neudeutung. Dabei untersucht sie, ob es möglich ist, vorbelastete Symbole neu zu interpretieren oder ihnen einen subjektiven Inhalt zu verleihen. Ihre Kunst reflektiert das „Zurückgeworfensein“ auf das eigene Ich und das Streben nach Erlösung, das sie durch die ungezügelte Verwendung ihres Selbst untersucht. In provokativen Selbst-Inszenierungen bricht sie ihre Biographie und Körperlichkeit auf. Der Wunsch nach Transformation und das Scheitern daran zeigen sich als „vitalistische Starre“, so die Künstlerin. In ihrer Malerei thematisiert sie den Konflikt zwischen Veränderung und der vorgeprägten eigenen Identität. Durch Rollenspiele und digitale Bildveränderung objektiviert sie geistige und körperliche Erfahrungen.
